Church of Youth

Dafür stehen wir...

Klingt harmlos, der Leitsatz des Netzwerkes „Junge Gemeinden". Und doch steckt ein ganzes Bild künftiger Jugendarbeit drin:
„Gottes Freundlichkeit gewinnt Gestalt in den Lebenswelten junger Menschen".
Was ist gemeint? Nun - die Menschenfreundlichkeit Gottes hat einen Namen: Jesus. Er ist der Inbegriff der Leidenschaft, die Gott für seine Menschen hat. In ihm hat sie Gestalt gewonnen (Titus 3,4). Das verkündigen wir. Diese Zuwendung Gottes soll leibhaftig werden. Wie? In der Form des Leibes Christi, in der Gestalt einer lebenswelt-adäquaten Gemeinde. Evangelium zum Anfassen sozusagen. Die Liebe Gottes - sie soll konkret werden für junge Menschen, spürbar, erfahrbar. Und das hautnah, in den Milieus und Subkulturen, und räumlich erreichbar. Das führt zu einem klaren Ziel.

Jeder junge Mensch soll Zugang haben
zu einer jungen Gemeinde, die ihm entspricht und die räumlich für ihn erreichbar ist. Das kann eine Jugendgemeinde im „traditionellen Stil" sein mit einem Gottesdienst, der von jungen Menschen geprägt ist. Das kann aber auch eine Schulgemeinde sein, die mehr ist als eine Bibel-AG, die Reich Gottes an ihrer Schule sehen will, für die Schule betet, einen Raum der Stille verantwortet, der „Schule Bestes sucht". Oder eine Form von Tischgemeinschaft mit bring & share in einem Jugendcafé, mit Austausch und Gebetstationen. Das kann eine kleine Wohngemeinschaft mit offenem Wohnzimmer sein, die Kontakte aufbaut zu einem bestimmten Jugendmilieu.
Solche junge Gemeinden, die klar haben, für wen und wozu sie da sind, werden ganz verschieden sein, wenn sie „Gestaltwerdung" der Liebe Gottes sind für unterschiedliche Jugendliche. Gerade auch für solche, die mit Glauben wenig anfangen, soll es hier nach Reich Gottes riechen, nach gelingenden Beziehungen, nach der neuen Welt Gottes.

Sammlung und Sendung.
Es braucht solche Brunnenstuben, solche Bohrlöcher, wo mitten in einer vielfältigen Jugendarbeit das „Wasser des Lebens" sprudelt, wo gemeinsam geglaubt, gefeiert, gebetet und Leben geteilt wird. Damit kann alles andre in der Jugendarbeit, von der Sportgruppe bis zu den Freizeiten, von innen heraus neu belebt werden. Wir brauchen die Vielfalt der Jugendarbeit, um Beziehungen aufzubauen zu jungen Menschen. Wir brauchen aber auch „hot spots", wo sie eine Ahnung bekommen, was es heißen kann, Jesus nachzufolgen.

Reinhold Krebs