Church of Youth

Choypredigt 22.6.2008 Thema: Worship

Von Hans-Ulrich Läpple

 

Heute kommt das Wort zum Sonntag vor den Tagesthemen. Falls ihr jetzt die Gebetszeit erwartet habt, lasst euch nicht durcheinander bringen. Ich verspreche euch: Ihr werdet hier wieder heil herauskommen, versprochen.

 

Heute geht es um das Thema Worship. Für alle, die es lieber auf Deutsch haben wollen: Von  und Lobpreis und Anbetung handelt die Predigt.

 

Mich beschäftigt das Thema seit dem Networkcamp. Mir ist da klar geworden, dass ich noch nicht richtig verstanden habe, was Worship ist.

Letztendlicher Anstoß mal über Worship ne Predigt zu machen. War für uns Godivorbereiter der letzte Choy in der Stadtkirche. Dort waren etliche ältere Semester dabei. Die haben über uns gesagt: Hei ihr singt recht viel.

„Ihr singt viel“. Ja Worship ist für Choy wichtig. Also allen Grund mal darüber nachzudenken.

 

 

Worship ist keine neue Erfindung. Worship gibt es in der Gemeinde Jesu von Anfang an. Wir sind da gar keine Exoten.

 

Im ganz normalen landeskirchlichen Gottesdienst gibt es einen Worshipzeit. Ist das euch schon mal aufgefallen. Alle stehen auf und fangen an Gott zu loben. Niemand bleibt sitzen wenn da geworshipt wird, die bleiben nicht so bequem sitzen wie wir hier.

 

Nach dem Psalmgebet ist Anbetungszeit: Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Das ist Worship.

 

Der Text dieses Anbetungsliedes ist Programm. Hört ihr die Worte dieses kurzen Worshipsongs gehört? Ehr sei Gott, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar. Im Anfang (das sind die ersten Worte der Bibel). Gott wird nicht erst gelobt seid es die Kirche gibt. Worship ist mehr als der Lobpreis der 3 oder 4 % der Bevölkerung die am Sonntag in den Gottesdienst gehen. Gott wird vom Anfang dieser Welt, bis heute und in alle Ewigkeit Lob gesungen.

 

Worship ist mehr, als das „Ehr sei dem Vater“ das die Kirche seit 2000 Jahren singt und mehr als unser Lieder hier im Choyladen. Worship, das ist der Lobpreis, den die Schöpfung singt seit ihrem ersten Tag. Alle Sterne, alle Galaxien, alle Geschöpfe, alle Kreatur singt dieses Lied. Den Lobpreis Gottes.

 

Vielleicht habt ihr schon mal davon gehört, dass Physiker nach der Weltformel suchen: Die Welt mit einer einzigen Formel zu beschreiben. Bisher kriegt man die Gesetze, die in der Weiten des Universums gelten nicht zusammen mit den Gesetzen, die im atomaren Bereich gelten. Relativitätstheorie und Quantenphysik, das passt bisher nicht zusammen.

Auf der Suche nach der Weltformel ist die Stringtheorie die verheißungsvollste Spur. String heißt Saite. Die Physiker stellen sich die Welt vor wie eine Gitarre mit ihren Saiten. Deshalb Stringtheorie. Die Welt, von der größten Galaxie bis zum kleinsten Elementarteilchen macht Musik - Worship: Die Schöpfung singt ihrem Schöpfer und Erlöser Lob Ehre und Preis.

 

Wenn wir uns hier während der Gebetszeit in die Worshipecke setzen und Lieder singen, die von Gottes Liebe handeln.

Wenn wir nach dem Psalmgebet drüben in der Kirche „Ehr sei dem Vater singen“.

Oder wenn wir nach der Predigt hier im Choyladen kräftig rocken, dann stimmen wir ein in diesen Worship der das ganze Universum durchzieht. Es ist die Musik, die von Gottes Schönheit und von seiner Herrlichkeit und Liebe singt.

 

Psalm 148 bringt das viel schöner als ich auf den Punkt. (jd vorlesen lassen)

Halleluja, lobet im Himmel den Herrn, lobet ihn in der Höhe! Lobet ihn, all seine Engel, lobet ihn in all sein Heer! Lobt ihn, Sonne und Mond. Lobet ihn, alle leuchtenden Sterne. Die Fische, die Meerestiefen, Hagel, Schnee, Nebel, Wind und Berge, Bäume, Tiere, Vieh, Gewürm und Vögel, die Könige, die Völker, die Jungs und die Mädels, Alte und die Kinder. Alle sollen den Herrn loben. Alle seine Heiligen, das Volk das ihm dient soll ihn loben Halleluja.

 

 

Stringtheorie schon in der Bibel.

 

Ich komme über Psalm 148 ins Nachdenken. Wenn das wahr ist, dass die ganze Welt vom Stern bis zum Nebeltröpfchen das Gotteslob sing, dann will ich kleines Menschenkind auch in diesen Worship mit einstimmen. Im Gottesdienst, aber nicht nur da, sondern auch im Alltag.

>>>> auf die Tafel zeigen….

Ich frag mich, wie kann ich, wie kannst du, wie können wir mit unserm ganzen Leben in diesen Lobpreis einstimmen.

Wie geht das ganz praktisch im Alltag und im am Sonntag im Gottesdienst?

 

Ich habe keine fertige Antwort, nur ein paar Anmerkungen.

 

1.    Anmerkung: Worship ist nicht zuerst eine Gefühlssache, sondern zuallererst eine willentlicher Entschluss.

 

Du sitzt vielleicht heute da, hast keine so tolle Woche hinter dir, das Lied, das die Band spielt gefällt dir nicht sonderlich gut und zu dem stimmt der Sound nicht. Was machst du jetzt? Bleibst du sitzen und gibst dich deiner Stimmung hin?

Mal ganz ehrlich. In den meisten Fällen, lässt man sich von seiner Stimmung treiben und singt dann nicht mit.

 

Machs wie`s in Psalm 103 heißt: Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht was er dir gutes getan hat.

Sag dir´s selber. „Ich will Gott loben, auch wenn mir gerade nicht so besonders danach ist.

Worship ist zuerst eine willentliche Entscheidung: Ich will Gott meine Liebe zusingen, wenn auch mein Gefühl mir gerade was ganz anderes sagt. Fang an Gott zu loben, das Gefühl kommt hinterher.

 

2. Anmerkung: Achte nur auf den Text.

 

Du hast dir vorgenommen dich auf den Worship einzulassen. Du machst deinen Mund auf und singst so gut du kannst mit. Plötzlich steht neben dir jemand auf und der fängt auch noch an in die Hände zu klatschen. Du findest das alles ziemlich merkwürdig und peinlich, naja, seis drum. Du singst trotzdem weiter.

Dann hörst du wie zu deiner Linken einer nicht so ganz den Ton trifft und dabei auch noch lauter Kehle schräg daher schmetter. Dich nervt das und verdirbt dir vollends den Spaß an der Sache.

Ich glaub das sind so typische Szenen, die mehr oder weniger bewusst während der Lobpreiszeit so passieren. Ständig ist man am reflektieren: Was macht der da, warum steht der auf. Oder man denkt, was die anderen von einem denken? Denken die vielleicht, dass ich komisch bin, wenn ich in die Hände klatsche. 

Ich gehöre auch zu den Typen, bei denen ständig ne Reflexionsspur mitläuft. Oft findet mein Herz deshalb nicht in die Worshiphaltung hinein.

Inzwischen weiß ich ein Gegenmittel, um die ständige Reflektierei abzuschalten. Konzentriere dich ganz auf den Text. Es geht um dich und um deine Liebe zu unserm unbeschreiblich tollen Gott. Achte auf den Text, deshalb, weil der Text dir Worte in den Mund gibt, die du Gott bringen kannst, um ihm zu sagen, wie gut, wie schön und herrlich er ist.

Ich wiederhole mich: Achte nur auf den Text. Versuche dich zu konzentrieren, blende die Begleitmusik der ständigen Reflexion aus. Ach was dann, wenn die Band heute nicht so prikelt, das muss kein Grund dafür sein: Gott nicht zu loben. Ist doch egal, wenn der Sound nicht so ganz stimmt. Ist doch egal, wenn neben mir einer aufsteht und zu tanzen anfängt. Bleib ganz beim Text. Er hilft dir Gott deine Liebe zu bringen.

 

Mir hilft es die Augen zu zumachen, da fällt es oft leichter ganz beim Text zu sein.

 

3. Anmerkung

Worship ist nicht nur eine Sache im Gottesdienst, sondern mit deinem ganzen Leben, sollst du in das Gottes Lob einstimmen. 

Hört sich logisch an, wie sieht das konkret aus:

Du musst in die Schule oder ins Geschäft immer ein gutes Stück fahren. Meistens hörst du Musik. Nix gegen Ärzte, Iron Maiden, oder fettes Brot. Ich frag mich warum nicht Worshipmusik. Achte auf den Text und sing innerlich mit.

 

Im Epheserbrief heißt es: singt und spielt Gott in eurem Herzen. Worship im Alltag. Wir haben heute MP3 spieler, das hatten die Leute in Ephesus nicht. Für uns ist es doch viel leichter Gott in unserm Herzen zu singen. Einfach Worshipmusik einlegen und mitsingen, so kannst du mitten im Alltag Gott deine Liebe bringen.

Damaris hört oft über you tube Worshipmusik, während sie am Schreibtisch sitzt und irgendetwas vorbereitet. Das ist doch ne klasse Möglichkeit ganz bewusst Worship in deinen Alltag hineinzunehmen.

 

4 und letzte Anmerkung konkret zu Choy:

-     Müssen wir manche unserer Begriffe nicht nochmals überdenken. Wir sagen meistens „jetzt kommt der nächste Liedblock“ Ist Liedblock das richtige Wort. Geht es darum, dass wir halt ein paar Lieder singen und uns alle miteinander gut fühlen. ES geht doch darum dass wir Gott unser Lob und unsere Liebe bringen.

-       Oder Ist Band wirklich das richtige Wort. Ihr spielt doch gar nicht, um groß rauszukommen und einen dicken Applaus einzufahren. Ihr spielt doch deshalb, damit wir besser in die Herzenshaltung des Worships hineinzufinden.

Den Worship musikalisch anzuleiten, das ist euer Dienst, den ihr an uns tut. Den ganzen Aufwand den ihr betreibt, die Proberei, manchmal ganz gehörig stressig. Warum das alles: Das ist doch euer Lobpreis versteht, den ihr Gott bringt und den ihr im schuldig seid und mit dem ihr ihm eure Liebe bringt.

 

 

Verraten unsere Wort nicht, dass wir in Sachen Worship noch nicht alles so richtig verstanden haben. Ich wünsch mir sehr, dass wir da miteinander weiterkommen. Dass wir miteinander Worship leben können. Amen

 

Ihr als und wir die wir eure Spielen genießen, dass wir unsern Mund und unser Herz aufmachen und Gott unser Liebe zusingen.

Dazu leben wir, dass wir unsern Gott Lob und Anbetung bringen.