Es hat gefunkt – 10 Monate CHOY

Vergangene Woche, genauer gesagt letzten Montag war es soweit. Der elfte Monat brach an. Ich schaue staunend zurück. Auf alle Erlebnisse, Aktionen und Kontakte die ich in den vergangenen Wochen und Monaten erleben durfte. Sogar der Schwarzwälder Bote hat von meiner Anfangszeit hier im CHOY berichtet und meine ersten Eindrücke auf Papier gepackt. Nun steht die Jugendkirche CHOY wieder an einem Scheideweg. In einer Situation, in der so manches der Veränderung unterzogen wird und damit vielleicht auch auf dem Prüfstand steht. Aber zunächst ein kleiner Rückblick:

Teens kommen aus verschiedensten Gründen ins CHOY

Trotz der bekannten, momentanen Lage konnte ich über den Sommer und Herbst hinweg viel Zeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbringen. Das Jugendhaus hat konstant geöffnet, Ferienprogramme und Aktionen boten viele Möglichkeiten um mit mir, unserem FSJler Johannes und der CHOY in Berührung zu kommen. Bis zum zweiten Lockdown kamen jeden Montag eine Hand voll Schülerinnen und Schüler der Realschule zum Mittagessen. Das war auf jeden Fall ein Highlight der Woche und weckte in mir meine, doch eher verborgenen, Kochkünste. Unser Traineekurs war fast jede Woche der krönende Abschluss. Es war einfach schön anzusehen, wenn sich der Gottesdienstraum langsam mit Leben füllt. Der Tischkicker benutzt und auf den Sofas gechillt wird.

Vor allem das Jugendhaus braucht schnell wieder eine Perspektive

Keine Frage, der Lockdown ab Dezember traf uns alle in unterschiedlicher Weise und machte vor niemandem Halt, auch nicht vor der Jugendkirche CHOY. Allerdings hat sich für meine Arbeit als Kontaktarbeiter ein wichtiger Faktor verändert. Ich hatte konkret vor Augen, für wen es nun gilt da zu sein. Mit wem ich nun durch diese Zeit gehen muss und kann. Für das Jugendhaus gab es leider wenig Alternativen. Deswegen hat es nun seit fast vier Monaten geschlossen. Das ist vor allem für die Jugendlichen, die verlässlich jede Woche vor der Tür standen, sehr schade. Auch für das Jugendhaus selbst ist das, einmal mehr eine Geduldsprobe. Ende Oktober hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass das Jugendhaus langsam wieder im Ortsleben eine Rolle spielt. Wenn auch eine eher kleinere. Konstante Öffnungszeiten, das Sommerferienprogramm und die dadurch entstandene Werbung ließen das Interesse wachsen. Immer wieder kamen nun auch neue, jüngere Besucherinnen & Besucher ins Jugendhaus. Die Schließung durch den Lockdown wirft hier, nun vieles zurück. Das konnte auch unsere Stationenlauf über die Weihnachtsferien nur bedingt auffangen.

Ich bin sehr gerne im CHOY und schaue gespannt auf das was kommt!

Ja, der Lockdown dauert nun schon sehr lange an und ja, noch ist auch noch keine richtig gute Perspektive vorhanden. Trotzdem schau ich gespannt und voller Hoffnung in das was kommt. Dominik Hartnagel und ich planen den neuen Jahrgang „Trainee“, das Interesse, von Jugendlichen im CHOY einen Treffpunkt zu haben und zu chillen wächst. Mit dem CHOY-Action-Team (kurz CAT) steht eine junge Truppe bereit, die voller Kreativität und Eifer etwas in der Jugendkirche gestalten möchte. Auch hier versuchen wir regelmäßig den Kontakt zu halten und das Feuer am Lodern zu halten. Ich glaube die Zukunft hat potential, auch wenn wir durch den Wegfall unseres Jugendpfarrers erst mal weniger Kapazität haben. Letztlich baue ich auf das auf, was Steffen vor meiner Zeit im CHOY begonnen und gesät hat. Viele kleine Sprösslinge sind nun zu sehen, nun liegt es an uns sie weiter zu pflegen. Deswegen sag auch ich „Danke“. Danke Steffen, für alles was du begonnen hast und was nun hier im CHOY erwachsen kann. Ohne deine Arbeit könnte ich nun nicht so weiterarbeiten.